Rund 2 Millionen E-Bikes 2025 verkauft, Preise geben nach

Laut ZIV gingen 2025 rund 2 Millionen E-Bikes über den Ladentisch, zu durchschnittlich 2.550 Euro. Die Verbandszahlen und die Grenzen der Daten.

52,7 %der verkauften Räder 2025 waren E-Bikes

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut ZIV wurden 2025 rund 2 Millionen E-Bikes verkauft, ihr Anteil an allen verkauften Rädern lag bei 52,7 Prozent.
  • Der durchschnittliche Verkaufspreis eines E-Bikes sank um 3,8 Prozent auf 2.550 Euro, der von Fahrrädern blieb bei rund 500 Euro.
  • Im ersten Halbjahr 2026 stieg der E-Bike-Verkauf nach ZIV-Angaben um rund 2 Prozent.
Inhalt
  1. Der Absatz hat sich auf 2 Millionen eingependelt
  2. Die Preise geben nach
  3. Welche E-Bike-Typen vorn liegen
  4. Was das erste Halbjahr 2026 zeigt
  5. Wie belastbar die Zahlen sind

Der Branchenverband ZIV zählt für 2025 rund 2 Millionen verkaufte E-Bikes in Deutschland. Sie stellten 52,7 Prozent aller verkauften Räder, bei einem leicht gesunkenen Gesamtabsatz von 3,8 Millionen. Die Zahlen stammen aus den Marktdaten, die ZIV, der Verbund Service und Fahrrad (VSF) und Zukunft Fahrrad am 11.03.2026 vorgestellt haben.

Der Absatz hat sich auf 2 Millionen eingependelt#

Nach den ZIV-Grafiken liegt der Verkauf seit 2020 zwischen 2,0 und 2,2 Millionen Stück, der Höchststand fiel mit 2,2 Millionen auf 2022; der Verband spricht von einem seit fünf Jahren stabilen Niveau. Der Rückgang 2025 gegenüber dem Vorjahr beträgt nach seiner Rechnung 4,8 Prozent. Weil die Jahreswerte in den Grafiken gerundet sind, zeigt die Tabelle nur Größenordnungen.

Jahr Verkaufte E-Bikes (Mio.) Bestand E-Bikes (Mio.)
2015 0,5 2,6
2020 2,0 7,8
2022 2,2 11,7
2025 2,0 17,2

Quelle: ZIV, Marktdaten der Fahrradwirtschaft 2025 (11.03.2026), ausgewählte Jahre; Bestand bereinigt um entsorgte Fahrzeuge.

Der Bestand stieg seit 2020 um fast 10 Millionen. Gerechnet auf den Gesamtverkauf war das E-Bike 2015 noch ein kleiner Teil: Bei 0,5 von 4,4 Millionen verkauften Rädern ergeben sich rund 11 Prozent (eigene Rechnung aus gerundeten ZIV-Werten, daher nur ungefähr).

Die Preise geben nach#

Der durchschnittliche Verkaufspreis eines E-Bikes sank 2025 um 3,8 Prozent auf 2.550 Euro, Fahrräder ohne Motor blieben bei rund 500 Euro. Der ZIV nennt als Grund Rabattaktionen, die die Preise in fast allen Modellgruppen drückten. Der Durchschnitt gilt über alle Verkaufskanäle; was du im Einzelfall zahlst, sagt er nicht. Warum er deutlich unter den Preisempfehlungen der Hersteller liegt, die die eigene Modelldatenbank ausweist (Verteilung im Marktbericht), ordnen die Kriterien zum E-Bike-Kauf ein. Der Verkaufswert aller Räder und E-Bikes sank um 7,7 Prozent auf 5,85 Milliarden Euro.

Welche E-Bike-Typen vorn liegen#

Nach der Modellgruppe aufgeschlüsselt führt das E-Mountainbike mit 38 Prozent der E-Bike-Verkäufe, nach 40 Prozent im Vorjahr. Dahinter folgen E-Trekkingräder mit 24 Prozent und E-Cityräder mit 19 Prozent. Welche Modelle die Hersteller in diesen Gruppen anbieten, zeigt die Modelldatenbank, etwa für E-Mountainbikes; sie zählt Modelle, keine Verkäufe.

Modellgruppe Anteil an den E-Bike-Verkäufen 2025
E-Mountainbike 38 %
E-Trekkingrad 24 %
E-Cityrad 19 %
E-Lastenrad 9,5 %
E-ATB (Allterrain-Bike) 5 %
alle übrigen Gruppen zusammen 4,5 %

Quelle: ZIV, Marktdaten 2025. Die Zeile „übrige“ ist die Summe der kleineren Gruppen (E-Gravel 1,5 %, Sonstige 1,5 %, E-Rennrad, S-Pedelecs und E-Jugendräder je 0,5 %), eigene Rechnung.

Beim E-ATB stieg der Anteil von 3,5 auf 5 Prozent, beim E-Gravelbike legte er minimal zu (plus 0,5 Prozent laut ZIV). S-Pedelecs, beim ZIV „schnelle E-Bikes“ genannt, verharren bei etwa 0,5 Prozent. Bei den Lastenrädern gingen 2025 insgesamt rund 220.000 Stück über den Ladentisch, davon gut 185.000 mit Motor; das sind rechnerisch etwa 84 Prozent E-Lastenräder. Was die Hersteller in diesem Segment anbieten, zeigt der Datenvergleich der Lastenräder.

Was das erste Halbjahr 2026 zeigt#

Die Halbjahresbilanz vom 07.09.2026 meldet für E-Bikes gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine um mehr als 4 Prozent höhere Produktion und einen um rund 2 Prozent höheren Verkauf. Bei Fahrrädern ohne Motor liegt der Absatz um annähernd 10 Prozent höher. Händler bestellen laut ZIV weiterhin mit Bedacht, Lagerüberhänge seien größtenteils abgebaut.

Wie belastbar die Zahlen sind#

Der ZIV ist eine Interessenvertretung der Fahrradindustrie; seine Mitglieder stellen laut Verbandsbeschreibung rund 90 Prozent der 2025 in Deutschland produzierten Räder her. Die Zahlen sind Verbandsangaben und wurden hier nicht gegengeprüft. Der Verband fasst unter „E-Bike“ Räder mit Tretunterstützung bis 25 km/h und ohne Gasgriff zusammen, also Pedelecs; schnelle Elektrofahrräder mit Typzulassung bezeichnet er als S-Pedelecs, in den Kategorieanteilen stehen sie mit den E-Jugendrädern zusammen bei etwa 0,5 Prozent. Wie das Recht die Klassen trennt, steht im Hintergrund zur Einstufung.

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